Influencer Marketing – worauf ist zu achten?

Ob Bibi und Caro oder Toni und Sami – all diese Namen haben etwas gemeinsam: Sie führen auf einige der derzeit größten Social Media Stars – sogenannten Influencern – zurück. Von Fashion und Beauty bis hin zu Food und Reise-Fotografie, wer diese Themen im Netz sucht, stößt unwillkürlich auf einen der oben genannten Blogger. Viele große Brands und Marketingexperten haben schon lange den Trend des Influencer Marketings für Ihre Online Marketing Aktivitäten entdeckt und richten ihre Werbe- und Marketing-Kampagnen mit Bloggern aus. Dies schafft natürlich eine enorme (online) Reichweite für ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein ganzes Unternehmen und unterstützt so das Image einer Marke. Die bekannten Social Media Stars drehen gekonnt am Rad der Zeit mit und hegen so Einfluss auf uns und potentiellen (Neu-)Kunden. Aber müssen es wirklich immer gleich die größten der Stars, das who is who, sein, oder kann und vor allem darf als Marke auch auf weniger bekannte Influencer – so genannten Micro-Influencer – zurückgegriffen werden?

In folgendem Artikel erfahren Sie die Vor- und Nachteile von Influencer Marketing, lernen die Definition der Tätigkeit kennen und finden gegebenenfalls sogar Geschmack daran, sodass Sie eine Ihrer bevorstehenden Kampagnen mit einem Influencer kooperieren und umsetzen wollen – auch wenn das Portemonnaie nicht viel an Media-Budget zur Verfügung stellt.

Influencer Marketing

Warum ist Influencer Marketing so erfolgreich? Heutzutage schwören viele Marketers und werbetreibende Unternehmer auf Influencer Marketing. Sie sind sich dessen bewusst, dass herkömmliches Marketing – von der klassischen Out-of-Home Werbung bis hin zur interaktiven Website – für einen erfolgreichen Launch nicht mehr ausreicht um sich auf dem gesamten Marktumfeld erfolgreich zu positionieren. Vor allem hinsichtlich auf die voranschreitende Zeit: Die heranwachsende, jüngere Zielgruppe hat neue Interessensfelder und ist stark auf den digitalen Markt fokussiert. Es wird zukünftig nicht mehr ausreichen, nur eine stark vernetzte Facebook Fanpage vorweisen zu können oder einen inspirierenden Instagram Account, welcher mit gebrandetem Bild- und/oder Videomaterial bestückt ist – nein, vielmehr folgen junge Menschen ihren Vorbildern, ihren Idolen, ihren Stars, die sie inspirieren und ihre Fans und Follower auf neue Must-haves aus der ganzen Welt aufmerksam machen. Also warum sollte man sich dieses Know-how nicht zu Nutze machen? Und geboren war die Tätigkeit des Bloggers im Web 2.0. Dieses Prinzip spiegelt sich auch in den Grundzügen des Referral Marketings wieder – denn öffentliche Personen, die im Netz publik sind, stellen Meinungsbildner dar.

Die Vor- und Nachteile von Influencer Marketing

Welche Vorteile bietet Influencer Marketing schlussendlich für die Vermarktung einer eigenen Marke oder eines Produktes, welches auf dem Markt gelauncht werden soll?

Die wesentlichen Vorteile sind …

  • Influencer bieten eine glaubhafte Basis: Da das Unternehmen nicht selbst kommuniziert bzw. eigenen Content vermarktet (owned content), spricht man hier von earned content – also die Art von Content, die durch die Kooperation mit einer öffentlichen Person verbreitet wurde und so für Reichweite sorgt.
  • Enorme Reichweiten: Ein (Macro-)Influencer weist meist sehr hohe Follower-Zahlen auf, die wiederum einem Unternehmen enorme Reichweiten-Zahlen versprechen. Beispielsweise kann die die deutsche Fashion Influencerin und Social Media Star Caro Daur weit über 1 Mio. Follower auf Instagram zählen. Im Vergleich dazu eine Marke: Das Modemagazin Vogue Deutschland kann lediglich 165.000 Instagram Follower aufweisen. Die Glaubhaftigkeit der Influencer gegenüber einer Marke, eines Produktes liegt faktisch auf der Hand: Eine öffentliche Person, die real ist und nicht direkt mit dem Wort „Werbung“ ins Auge springt, kommt im Netz positiv an!
  • Zielgruppengenaue Ansprache: Mit Hilfe von Influencer Marketing können Unternehmen die gewünschte Zielgruppe direkt ansprechen. Für fast jede (Produkt-)Nische gibt es mindestens einen Influencer im Netz. Es gibt faktisch für jedes Produkt/ für jede Branche mittlerweile einen Influencer, welcher auf eine große Fanbase und somit potentielle Reichweite in Sozialen Netzwerken zurückgreifen kann. Dies zeigt sich vor allem auch in der Vermarktung der eigenen Social Media Seiten: Ob Facebook, YouTube oder Instagram – die Blogger sind auf den gängigen Social Media Plattform zuhause und haben dort eine große Anzahl an Fans – somit gebührt ihnen der Name „Social Media Stars“ nur zurecht.
  • Leicht messbarer Erfolg: Viele Influencer haben eine enorme Reichweite – diese generiert natürlich auch Awareness für ein Produkt und lässt somit die Bekanntheit der Marke erheblich ansteigen. Wenn die Kommunikation jetzt auch noch über einen Influencer läuft, dann steckt logischer weise eine natürliche Person hinter der Werbekampagne und Glaubwürdigkeit und Authentizität sind somit gegeben.

Zugegebener Maßen ist nicht alles Gold was glänzt. So auch das Influencer Marketing. Vorab müssen wichtige Punkte und Schritte geklärt und festgelegt werden, ehe der Influencer mit der Promotion Ihres Produktes startet.

  • Eine genaue Zielsetzung ist essentiell und notwendig bei der Wahl des richtigen Influencers. Blogger – oder eben auch Influencer – müssen für die Zielgruppe des Unternehmens, der Marke, des Produktes genau definiert und abgestimmt sein.
  • Nicht jeder Post ist auch gleich ein guter Post in den Sozialen Netzwerken.
    Auch die Inhalte sind von Bedeutung, da es bei Influencer Marketing darauf ankommt, dass die Botschaften richtig vermittelt werden. Die Wahl eines falschen Influencers kann die Werbebotschaft verfälschen oder auch keine bzw. eine falsche (Werbe-)Wirkung entfalten.
  • Kontrollverlust: Die Kooperation mit Influencern kann Unternehmen zwar helfen, aber auch schaden. Verläuft die Zusammenarbeit schlecht, kann sich der meinungsbildende Einfluss des Influencers auch negativ auf das Unternehmen und somit gegen das Produkt/die Dienstleistung richten. Was schlussendlich Auswirkungen auf die Awareness Ihrer Marke hat, die durch den Blogger zustande kommt.
  • Jeder Influencer kennt seinen (Markt-)Wert! Paid Promotion über Influencer kann kostspielig werden. Die steigende Popularität von Influencern zeigt den Social Media Stars ihren persönlichen Werbewert und dies kann sich schnell in der geforderten Gage wiederspiegeln, die eine Kooperation mit sich bringt.

Allgemein zu beachten ist, dass …

1.  Die Community immer mit eingebunden wird! Allgemein gesehen, sorgen Fragen für Engagement und dieses generiert wiederum Reichweite für den Beitrag. Diese Erkenntnis ist jetzt nicht sonderlich überraschend – geschweige denn neu. Social Media Beiträge, die eine Frage beinhalten und somit mit einem Fragezeichen im Wording gekennzeichnet sind, erzielen im Schnitt mehr (Post-)Interaktion als Postings ohne – und zwar laut einer Studie rund 16 Prozent mehr. Wer also Fragen stellt, zeigt Interesse an seinen Followern – den Fans – und bindet diese so aktiv ins Geschehen mit ein und wird dadurch mit Antworten – Interkationen – belohnt.
2. Weniger ist mehr! Erfolgreiche Influencer verwenden nicht abertausende Hashtags um damit an Reichweite zu kommen – nein, vielmehr kommt es auf eine bewusste Auswahl weniger Hashtags an, die unter den Beitrag (beispielsweise auf Instagram) gesetzt werden und die Bildaussage – das abgebildete Produkt oder die Handlung – genau erklären, versinnbildlichen und mit den gewählten Hashtags unterstreichen. Unter den Beiträgen von erfolgreichen Bloggern findet man häufig nicht mehr als drei bis vier Hashtags. Lediglich am Anfang – also zu Beginn eines Instagram-Account Setups – erweist es sich als nützlich mehr Hashtags unter die Bild-Description zu setzen. Allerdings gilt auch hier: Hashtags bewusst und passend zum Bild- bzw. Videobeitrag auswählen!

But finally, who wins? Natürlich Sie – Ihr Unternehmen, Ihre Marke, Ihr Produkt! Insofern Sie das Ziel verfolgen, eine junge Zielgruppe im Netz zu erreichen, werden Sie früher oder später vor der Entscheidung stehen Ihre Marketing-Strategie mit einem Influencer aufzusetzen. Dabei sollten Unternehmen ihre Influencer für die gewünschte Kooperation stets mit Bedacht wählen und „prüfen, ob die Chemie“ zwischen ihnen, der Marke und dem Blogger stimmt. Denken Sie hier an folgende Worte: klein, aber oho – es kommt nicht darauf an, wie groß die Reichweite ist, die der Influencer mit sich bringt, sondern ob dessen publizierter Content auch erfolgreich bei der gewünschten Zielgruppe ankommt. Somit sollten Influencer für Marketing Kampagnen stets mit Bedacht gewählt werden. Trotz der geschilderten Vor- und Nachteile von Influencer Marketing, ist es ratsam, sich den genauen Chancen und Risiken für die Marketing-Strategie bzw. Kampagne bewusst zu sein – und schlussendlich sollte einem Performance Erfolg nichts mehr im Wege stehen.

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Bildquellen

  • Young couple photographing food with smart phone – social network, sharing, food blogger concept: #159464697 - © Eugenio Marongiu - Fotolia.com
  • Hände am Smartphone: #175811834 - © Robert Kneschke - Fotolia.com
  • : #165693959 © nito - Fotolia.com
By | Dezember 15th, 2017|Blog, Social Media|

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Social Media Manager