Recap: Social Conference – Die Konferenz für Digitale Marketing Transformation

Unter dem Motto: Digital Challenge 2018 – Nichts bleibt wie es war – von AI, AR/VR, Blockchain, Influencer Marketing und DSGVO öffnete die Social Conference in der Freiheizhalle, München am 14. Juni 2018 ihre Pforten und begrüßte Marketing-Nerds, Digital Natives und Social Gurus. Die Online-Marketer und die, die sich mit dem Thema „Digital Challenge“ beruflich auseinandersetzen, sammelten sich in der beeindruckenden alten Ziegelhalle an der Donnersbergerbrücke und warteten gespannt auf die Keynote von Klaas Wilhelm Bollhoefer bei der ersten Tasse Kaffee.

Maschinen werden für Menschen kreativ

Michael Praetorius, Journalist und Online-Consultant aus München, hieß das Podium herzlich Willkommen und gab als Moderator einen kleinen Ausblick in das Tagesprogramm. Im gleichen Atemzug überließ er dem Keynote-Speaker das Wort, welcher dem komplexem Thema „künstliche Intelligenz“ Aufmerksamkeit schenkte. Er gab Einblicke in das Projekt eines Künstlers aus Berlin: Roman Lipski. Mit ihm begleitete er das kreative Projekte von YQP Art Collectiv. Hierin wurde ein Computer mit Daten seiner Bilder gefüttert, sodass dieser den bildgewaltigen Stil nachgestalten und somit neue Werke kreieren lies. Der Künstler zog daraus frische Inspirationen für neue Werke. Fazit: Maschinen können zukünftig für uns Menschen durchaus kreativ werden und uns darin unterstützen neue (Gestaltungs-)Wege einzuschlagen.

„Wir müssen lernen, Entscheidungen besser und neu zu verstehen“

Auch die Sprachsuche (Smart Speaker) war – nicht zuletzt aus aktuellem (Trend-)Anlass – ein großes Thema auf der Konferenz!
Laut Klaas Wilhelm Bollhoefer von Birds on Mars GmbH wird das komplexe Thema auch weiterhin ausgerollt werden – beispielsweise prognostiziert der Experte, dass Amazons Alexa bald personalisierte Playlists abspielen kann. Außerdem betonte der Geschäftsführer, dass wir – die Menschen – lernen müssen, Entscheidungen besser treffen und diese neu verstehen müssten. Als großen Schritt in die Zukunft sieht der Experte auch die von Google auf den Markt gebrachten In-Ear-Kopfhörer. Die Google Pixel-Buds überzeugen als Echtzeit-Dolmetscher und helfen in der Navigation. Auch Netflix-Serien werden hinsichtlich ihrer Performance (basierend auf User-Feedback) neu produziert, so entstehen beispielshalber nur noch neue Formate, adaptiert auf die Wünsche der User – des Menschen – selbst.

Kristian Hillmann von der Deutschen Bahn war ebenso vor Ort und schilderte die Kooperation der Deutschen Bahn mit Amazons Smart Speaker Alexa. Der DB Skill ermöglicht es dem Kunden/dem User, seine Reiseauskunft komplett per Spracheingabe über den Sprachassistenten abzufragen. Mithilfe von Alexa ist es dem Kunden machbar lediglich durch das Erfragen nach der gewünschten Verbindung an die entsprechenden Informationen zu kommen – und das ganz und gar ohne weiteres Zutun. Auch für diese Kampagne war es natürlich essentiell, dass vorab eine zielgruppengenaue Konzeption einherging. Speziell das Fine-Tuning der Zielgruppen-Definition stellte einen wichtigen Faktor dar. Somit wurden Pendler (Fahrauskunft), Reisende (Buchungsauskunft) und körperlich eingeschränkte Personen (Informationen zur Barrierefreiheit) angesprochen. Mit der Berücksichtigung, dass alle diese Zielgruppen ein gesondertes Ziel verfolgen.
Laut dem Experten gibt es bei Sprachassistenten, wie Amazons Alexa, zwei verschiedene Frage-Antwort-Modelle: Einmal die direkte Frage, um eine bestimmte Information zu erhalten („Frage DB…“) oder den „klassischen“ Dialog – von Mensch zu Maschine – („Alexa starte…“). Dabei wird die künstliche Intelligenz von Alexa genutzt, um Standorte wie beispielsweise Abfahrten und bestimmte Zugverbindungen zu speichern. Doch auch hier muss der Smart Speaker noch viel dazu lernen. Die Informationen aus Fragen zur Deutschen Bahn werden nicht automatisch und einfach mal so erlernt, nein, vielmehr kommt es auf eine plausible Datengenerierung – welche im Austausch von Mensch zu Maschine stattfindet – an, sodass selbst die einfachsten Fragen erfolgreich beantwortet werden können.

„Der Markt wird nicht abmahnen, wenn er selbst nicht konform ist“

Mit diesem Zitat startete Dr. Carsten Ulbricht in seinen Vortrag auf der Social Conference Bühne. Kein anderer, wenn nicht er konnte Licht ins Dunkel bringen und die Teilnehmer der Konferenz über den Sachverhalt der neuen Rechtslage innerhalb der Datenverwaltung – nicht zuletzt im Online Marketing – aufklären und verständlich informieren.
So führte der Rechtsanwalt unter anderem auf den Entschluss der EUGH zurück und erklärte, warum jeder, der eine Facebook Fanpage werblich betreibt, rechtlich gesehen mitverantwortlich für die User-Performance der Facebook Fanpage ist. Hierin ist ganz klar, dass es noch ein paar Punkte zu klären gibt: Denn wer haftet hier eigentlich genau für was? Und spielt den Ball ganz klar an Mister Zuckerberg, Facebook – der Social Media Konzern muss zukünftig dementsprechend reagieren und Rede und Antwort liefern, um so einen plausiblen Lösungsansatz für alle Beteiligten zu gewährleisten.

Im nächsten Vortrag drehte sich alles über Augmented Reality – Anett Gläsel-Maslov und Sascha Kiener brachten dem Podium dieses Thema, welches zukünftig sicherlich noch viel für Aufmerksamkeit – nicht nur in der Werbebranche – sorgen wird, näher. Und das mit Erfolg! Wie das Rennen um die Technologie unsere Sicht auf die Dinge der Welt verändern wird, haben sie ausdrucksvoll in der Praxisdargestellt. Im Vordergrund stand eine konzipierte App, in der man Objekte aus dem IKEA-Katalog einfach und überzeugend in sein eigenes Heim platzieren kann. Diese visuelle Darstellung wurde direkt live auf der Bühne gezeigt und wurde gespannt von den Konferenz-Teilnehmern verfolgt.

Ein großes Highlight stellte der Vortrag von Felix Hummel und Andreas Türck, Gründer von BuzzBird, dar. Die beiden Medien-Gurus stellten auf sympathischen Art und Weise innerhalb ihres Vortrages die aktuelle Entwicklung des Influencer Marketings dar. Vom überlaufendem „Experten-Markt“ bis hin zu MomFluencer – die beiden Digital-Experten nahmen sich kein Blatt vor dem Mund. Speziell dieser Vortrag war ehrlich, authentisch und erreichte auf belustigende Art und Weise große Zustimmung und Applaus im Podium.

Der Influencer als neuer Sender

Nach einer kleinen Kaffeepause verdeutlichte Anna-Lena Klein – erfolgreiche Influencerin und Bloggerin eines Hundeblogs – mit einem Vortrag wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Marke und Markenbotschafter (in diesem Fall: Influencer) sei. Dabei betonte sie, dass die Beziehung zwischen Business und Influencer auf Kommunikation beruht. Sie erwähnte zudem, wie wichtig es sei, Werbung offensichtlich zu kennzeichnen. Sobald Geld von einer Marke an einen Influencer fließt, muss dies offen kommuniziert werden – beispielsweise innerhalb des Instagram Posts. Die erfahrene Markenbotschafterin sieht Influencer ganz klar als die neuen „Sender“ – und führt so gekonnt auf die vorangegangene Speech der BuzzBird Kollegen zurück. Denn Influencer produzieren, moderieren, unterhalten und sorgen für Reichweite – die neuen Sender sind geboren! Mit Nachdruck betonte die Expertin, dass es absolut unabdingbar sei, nach einer Kampagne ein Reporting über die Performance zu liefern. Somit lassen sich für beide Parteien – Influencer und Marke – Learnings ziehen. Zum einen wird hier der Erfolg der Kooperation dokumentiert und zum anderen machen die Berichte es den Unternehmen leichter, den Erfolg schwarz auf weiß zu dokumentieren und gegebenenfalls eine weitere Zusammenarbeit mit dem Influencer zu planen.

Alles in allem verdient die Social Conference ihren Namen und darf absolut als Player bei den namhaften Veranstaltungen/ Kongressen im Online Marketing Business mitspielen. Positiv fällt vor allem auf, dass innerhalb der Vorträge gezielt in die Tiefe gegangen wird und sich alles unter einem Motto wiederspiegelt. Wir behalten die „Digital Challenge 2018“ in der Freiheizhalle in bester Erinnerung!

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By | Juni 29th, 2018|Blog, Recap|

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