Prospecting: verständlich erklärt

Ein Buzzword „Prospecting“ ist immer wieder zu hören, aber was das Wort zu bedeuten hat und wie sich Prospecting von Retargeting unterscheidet oder sogar mit Retargeting ins Zusammenspiel kommt, erklärt unser Sales Manager Mario Corona.

Als Prospecting bezeichnet man den Prozess des Lokalisierens und des Markierens von Usern, die aufgrund Ähnlichkeit oder Übereinstimmung mit Usern die bereits konvertiert sind und aufgrund ihrer Profilähnlichkeiten mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls kaufen werden. Der übergeordnete Zweck ist der Erstkontakt („Introducer“) und Zuführen neuer und umsatzrelevanter User am oberen Ende des Conversion Funnels Programmatic Display Prospecting bzw. die Identifikation und Generierung potenzieller Neukunden ist eine Teildisziplin des Targeting-Verfahrens im Digitalmarketing.
Ziel des Prospecting ist es, Internetnutzer auf die Website eines Advertisers zu führen, um neuen qualifizierten Traffic für das finale Retargeting zur Verfügung zu stellen und den Retargeting-Pool vorzufüllen.

Funktionsweise Prospecting

Um diese User, auch Profil-Zwillinge genannt, identifizieren zu können ist es zwingend notwendig, ein Zielgruppenprofil mit klar definierten Profileigenschaften als Grundlage zu haben.
Die in den Cookie-Informationen vorhandenen Merkmale werden dann mit einer Demand-Site-Plattformen gesynct / abgeglichen. So lassen sich die Profil-Zwillinge identifizieren und mit customized Ads ansprechen.
Nun kann ganz gezielt und automatisiert in Echtzeit auf Ad Impressions geboten werden, die mit den Merkmalen des Zielgruppenprofils bestmöglich übereinstimmen.

Welchem Kanal ist Prospecting zuzuordnen?
Prospecting ist eine Performancedisziplin innerhalb des Display Advertising Kanal.

Verfeinerung und gleichzeitige Erweiterung der Zielgruppe im Prospecting

Mit speziellen Selektionen oder auch Targeting-Optionen genannt, werden die Profildaten nun noch granularer bestückt.

Hierzu stehen uns unter anderem folgende Targetings zur Verfügung:

 

    • Search based Lines: Auf Basis von definierten Keywords, User ansprechen die nach Produkten oder Dienstleistungen gesucht haben.

 

    • Audience Targeting: Durch Integration von First Party Daten können wir Zielgruppen mit bekannten und aktuellen Interessen ansprechen. Die Audience Daten werden hierbei qualitativ aufgewertet und strukturiert nach Themenfeldern bereitgestellt. Dies reduziert die Streuverluste und erhöht die Budgeteffizienz.

 

    • 5-stelliges Geo-Targeting: Regionale Kampagnen ohne geografischen Streuverlust. Über unsere Technologie erkennen wir Postleitzahl (bis zu 5 Stellen genau) und somit den Standort des Users, an dem dieser gerade online ist. Dies eignet sich insbesondere für regional relevanten Werbedruck, bspw. in unmittelbarer Nähe von Partnern und Händlern und stärkt Vertrauen beim Kunden (ich kann die Produkte auch vor Ort sehen und einschätzen). Dieses Targeting ist ideal für einen Werbedruck bei Sonderkampagnen, für Vor-Ort Aktionen (bspw. Neueröffnung, Produkteinführungen, Tag der offenen Tür, etc.).

 

    • Purchase Intent Daten: Wir bekommen direkt von Preisvergleichen die Suchanfragen übergeben, die damit sehr nahe an den Kaufentscheidungen liegen. Auch hier werden relevante Schlagwörter definiert und die User die dann in Echtzeit danach suchten mit Ads versorgt.

 

  • Interessen: klassisch predictional Targeting, auf Daten von Schober, nugg.ad usw.

 

Abgrenzung zum Retargeting

Retargeting befasst sich mit Nutzern, die bereits auf der Website eines Advertisers waren und entsprechende Informationen im Cookie hinterlegt haben. Prospecting hat das Ziel neuen und qualifizierten Traffic auf die Website des Advertisers zu bringen. Die natürliche Grenze zwischen Prospecting und Retargeting bildet demnach der Websitebesuch: Alle Werbeaktivitäten vor dem ersten Websitenbesuch zählen zum Prospecting; alle Kontakte, die nach dem ersten Websitenbesuch erfolgen, gehören zum Retargeting.

Zusammenspiel von Prospecting und Retargeting

Prospecting ist die Grundlage für effizientes Retargeting. Ohne Prospecting, läuft der Advertiser Gefahr, stets dieselben User mit seiner Werbekampagne anzusprechen.
Dadurch verkleinert sich der Pool an Nutzern, die der Werbetreibende mit seinen Retargeting-Maßnahmen ansprechen kann. Die Kombination aus Prospecting und Retargeting sorgt für eine hohe Performance einer digitalen Kampagne.

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Senior Sales Manager